Camper

Die generelle Frage eines jeden Campers:
„Was ist das Richtige für mich?“

Gute Frage:

Als wir 2008 mit dem Camping als vollkommende Neulinge anfingen, ging es darum, erstmal auszuprobieren, ob „Camping“ etwas für uns ist. Dann haben wir unser Mobil von Wechsel zu Wechsel unseren Vorstellungen und Wünschen des Urlaubes angepasst.
Ich möchte Euch hier, unsere Reise durch die Hersteller- und Modellwelten des Campings berichten. Und die jeweiligen Überlegungen zum Wechsel des Mobiles.

Im Endeffekt muss jeder das für sich Richtige Mobil finden. Die Ansprüche sind natürlich unterschiedlich. Daher könnt Ihr dies eher als Überlegungshilfe sehen.

Im Camping wird grundsätzlich unterschieden zwischen:

Wohnwagen

Vorteile:
Bei Wohnwagen habe ich keine teuren Unterhaltskosten. Ich brauch nur ein Zugfahrzeug mit genügend Anhängelast. Achtung ob es mit dem Führerschein geht. Zulässiges Gewicht des Gespanns bei max 3.500 kg, ansonsten ist eine Erweiterung des Führerscheins Notwendig.
Vor Ort habe ich, nach Abhängen des Zugfahrzeugs immer ein Auto um die Umgebung zu erkunden. Gerade mit kleinen Kinder ein wirklicher Vorteil.

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Nachteile:
Rangieren mit Wohnwagen! Das kann schon an so manchen engen Gassen im Süden die Urlaubsstimmung verderben. Ein ständiges Wechseln des Standorts kann auch zu Geduldsprobe werden.

Hubdachwohnwagen

Vorteile:
Ähnlich wie beim normalen Wohnwagen, allerdings ist dieser viel niedriger. Deshalb hat man weniger Spritverbrauch als bei einem herkömmlichen Wohnwagen. Er passt in eine Garage und ich muss keinen teuren Hallenstellplatz mieten.

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Nachteile:
Wie wir festgestellt haben, immer noch das Rangieren. Außerdem ist Parkverbot auf den meisten Stellplätzen.

Zeltanhänger

Vorteile:
Der Anhänger kann sogar hochkant an oder in eine Garage geparkt werden. Was das überwintern sehr viel kostengünstiger machen. Man hat ein Zelt-Gefühl und ist wesentlich näher an der Natur.

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Nachteile:
Nur im Sommer nutzbar, außer man ist nicht kälteempfindlich. Lange Auf- und Abbauzeiten, da sehr viel umgepackt und verstaut werden muss.

Aufsetzkabine

Vorteile:
Interessante Alternative. Ich bin wendig und kann das Basisfahrzeug im Alltag nutzen. Bin auf dem Campingplatz flexibel, da die Kabine einfach abzusetzen ist. Zuhause kann ich die Kabine auch auf einen Stellplatz setzen. Je nach Hersteller ist die Kabine auch voll GFK, somit unverrottbar.

Bimobil Aufsetzkabine

 

Nachteile:
Für 4 Personen sehr eng, da die Sitzgruppe immer zum Bett umgebaut werden muss und bei schlechtem Wetter mit 4 Personen sich darin aufhalten muss. Außerdem ist keine Bad vorhanden.

Alkovenwohnmobil

Vorteile:
Viel Platz. 4 feste Schlafplätze, so dass auch bei kurzen Stopps nichts umgebaut werden muss. Gut Übersichtlich mit der richtigen Rückfahrkamera. Viele unterschiedliche Modelle zur Auswahl mit oder ohne Heckgarage für die Fahrräder.

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Nachteil:
Der Alkoven bleibt gerade auf Campingplätzen oft oben an Ästen hängen. Je nach Hersteller besteht der Aufbau aus Holz, was gerade für uns, die nicht extra einen Stellplatz in einer Halle mieten möchten, ein großer Nachteil ist. Die Hersteller rüsten langsam auf GFK um, das ist aber im Moment noch sehr teuer und da kommen wir mit dem Führerschein mit Masse im fahrbereiten Zustand maximal 3.500 kg schnell an unsere Grenzen.

Teilintegrierte Wohnmobile

Vorteil:
Viel Platz. Die beiden fehlenden Schlafplätze können an der Sitzgruppe oder durch ein Hubbett (Vorsicht Gewicht) umgebaut werden. Im Heck befindet sich meist ein richtig schön großes Bett.

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Nachteil:
Bei ständiger Nutzung zu viert, würde ich das umbauen der Betten jeden Abend stören. Falls die Variante mit Hubbett in Frage kommt, dann hätte man Morgens Probleme mit dem Hund raus zu gehen, da das Hubbett immer den Ein- und Ausgang der Tür in Beschlag nimmt. Unsere Kinder bleiben öfter mal länger liegen und da wären sie uns im Weg.

Integrierte Wohnmobile

Vorteil:
Dadurch das das Fahrerhaus mit genutzt wird, entsteht ein gigantisches Raumgefühl. Einteilungsvarianten ist hier auch keine Grenze gesetzt.

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Nachteil:
Hohe Anschaffungskosten und nicht mit dem kleinen Führerschein fahrbar. Zu Schwer 

Liner

Vorteil:
So groß wie eine 3 Zimmer Wohnung. Wenn jemand wirklich lange Zeit auf Reisen verbringt, hat er hier Platz wie zu Hause.

Concorde Wohnmobil

Nachteil:
Schwer und groß. Damit auch in engen Kurven, Gassen oder auf Campingplätzen schwer zu manövrieren. „Ich stell mich da kurz mal irgendwo an den Straßenrand.“ Ist hiermit leider nicht machbar. Liner sind in der Anschaffung auch sehr teuer und man benötigt definitiv einen LKW Führerschein.

Expeditionsmobile

Vorteil:
Ist groß und fährt wirklich überall hin. Die Basismobile haben immer Allrad und fahren auch auf wirklich unebenem Gelände und schwierigen Steigungen.

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Nachteil:
Sehr teuer in der Anschaffung. Fährt nur LKW Gewindigkeit, wer sich hierfür entscheidet, der hat aber definitiv viel vor …. 

Campingbusse

Vorteil:
Sehr handlich. Der Campingbus kann super auch im Alltag genutzt werden und man benötigt kein 2. Auto. Preislich sehr günstig zu erwerben, entweder bereits ausgebaut als Camper oder zum individuellen Selbstausbau. Ideal für junge Leute und Aussteiger mit nicht viel Budget. Da die Reparaturen und der Unterhalt nicht so viel Geld verschlingen.

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Nachteil:
Nicht besonders viel Stauraum vorhanden. Kein Toilettenraum. Wie gesagt, eine besondere Art zu reisen. Die meisten #Vanlife Reisenden schwören auf diese Mobil Art.

Kastenwagen

Vorteil:
Für uns genau die ideale Variante. Da es die Vorteile kleines Wohnmobil und die Vorteile Campingbus vereint. Ich habe einen Toilettenraum, genug Platz und Stauraum, bin wendig und kann auf jedem Parkplatz parken und übernachten, ohne aufzufallen.

kastenwagen pössl vanilla

Nachteil:
Vorsicht bei der Zuladung und beim Einhalten des Gesamtgewichts, das kann schon sehr knapp berechnet sein, so unsere Erfahrung.


Wie bereits Anfangs erwähnt, sollte jeder selbst entscheiden, wie und mit welchem fahrbaren Untersatz er unterwegs sein möchte. Ob Minimalistisch, Spatanisch oder Glamping steht hierfür außer Frage. Wir haben auf unsren Reisen schon so viele unterschiedliche freundliche Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zum Thema kennengelernt, dass ich sagen kann es ist völlig egal wie man Urlaub macht. Hauptsache man macht Urlaub – das tut der Seele gut. 🙂

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